Antrag | Koordinierung von To-Go-Mehrwegsystemen im Kreis

Der Kreistag möge beschließen: 

Der Kreisausschuss beauftragt den Klimaschutzmanager des MTK, gegebenenfalls unter Einbeziehung entsprechender Systemanbieter, in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden des Kreises sowie der ansässigen Gastronomie geeignete Lösungen für vereinheitlichte To-Go-Mehrwegsysteme im Kreis zu erarbeiten und unterstützt damit im Sinne einer nachhaltigen Klima- und Umweltschutzpolitik die Wiederverwertung von alltäglichen Wegwerfverpackungen. 

Begründung:

In der Gastronomie auch im Main-Taunus-Kreis wird, nicht zuletzt durch die Corona-Situation besonders stark zunehmend, vermehrt auf auf To-Go/Take-Away gesetzt. Regelmäßig werden für To-Go-Produkte Wegwerf-Verpackungen genutzt, die zu einem erheblichen Mehraufkommen an nicht recyceltem Verpackungsmüll und Straßenverschmutzungen beitragen. Laut Umweltbundesamt werden in Deutschland stündlich beispielsweise 320.000 Coffee-To-Go-Becher benutzt, nach kurzem Gebrauch weggeworfen und dabei häufig nicht wiederverwertet. Dies läuft einer klimabewussten Ressourcennutzung zuwider. Viele Bürgerinnen und Bürger würden gerne bewusster Konsumieren.

Die Koordinierung klimabewussterer Systeme im MTK kann der Klimaschutzmanager des Kreises unterstützen. Für To-Go-Mehrwegsysteme gibt es dabei verschiedene Ansätze; auch bieten Systemanbieter wie beispielsweise Recup, Faircup und andere bereits erprobte und überregional eingeführte Pfandsysteme an. Für eine alltagstaugliche Umsetzung empfiehlt es sich, kreisweit vereinheitlichte Lösungen zu finden. Denn im eng vernetzten Main-Taunus-Kreis erscheint es wenig vermittelbar und nutzerfreundlich, wenn jede Stadt oder Gemeinde ein oder mehrere Systeme etabliert. Um die Nutzung von Mehrwertsystemen zu fördern, haben deshalb viele Städte und Landkreise regionale Lösungen koordiniert, umgesetzt und unterstützend begleitet, was auch im Main-Taunus-Kreis sinnvoll wäre.


Weitere Informationen und Gremienlauf