SPD-Kreistagsfraktion in der Wahlperiode XVIII (2016-21)

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19.07.2017|Kreistagsfraktion (Pressemitteilung)

„Zeit dass sich am Deich was tut“

Die SPD-Kreistagsfraktion besucht im Rahmen ihrer Ferienfraktions-Tour durch den Kreis die Stadt Flörsheim mit dem Maindeich und dem Faber-Anwesen - Die erste Station führte die Teilnehmer der Ferienfraktion der Kreistagsfraktion 2017, darunter auch SPD-Bundestagskandidatin Dr. Ilja-Kristin Seewald, auf den Maindeich zwischen Flörsheim und Eddersheim. Der Flörsheimer Bürgermeister Michael Antenbrink erläuterte an dem in die Jahre gekommenen Schutzbauwerk die Erforderlichkeiten des Hochwasserschutzes. Für ein sog. „hundertjähriges Hochwasser“ sei der bestehende Deich nicht ausreichend. „Bricht der Deich, sind 1500 Anwohner rund um die Eddersheimer Straße unmittelbar betroffen“, weiß Antenbrink, „Etwa alle 25 Jahre droht statistisch ein Hochwasser, das die Standfestigkeit des Deiches bedroht. Das letzte große Hochwasser am Main liegt zwanzig Jahre zurück. Rechnet man die Planungs- und Bauzeit mit ein, wird es nun Zeit zu handeln.“

Entsprechende Konzepte legte die Stadt Flörsheim bereits 2008 und 2013 dem Regierungspräsidium vor, das seine Zustimmung gab. Anstatt den bestehenden Deich zu erhöhen, soll jenseits der östlichen Bebauungsgrenze von Flörsheim ein Querdeich errichtet werden. Dies würde eine Retentionsfläche – einen Überflutungsbereich - schaffen, der bei einem Hochwasser unbeschadet die überschüssigen Wassermassen aufnehmen kann. „Das ist die beste Lösung. Die Alternative einer Deicherhöhung verlagert nur die Probleme flussabwärts und schafft so keinen nachhaltigen Hochwasserschutz im Sinne einer hessischen und überregionalen Lösung“, so Antenbrink weiter, „Streitpunkt ist derzeit nur die Finanzierung und die Frage, mit welchem Anteil sich das Land Hessen an den Kosten beteiligt.“ Durch das Nationale Hochwasserschutzprogramm übernehme der Bund nun 60 Prozent der Kosten des Landes. „Gerade angesichts dieser Kostenersparnis fordern wir ein Entgegenkommen des Landes in der Frage der Finanzierung, anstatt weiterhin einen zu großen Teil der Kosten auf unsere Kommune abzuwälzen. Das bleibt angesichts der ohnehin hohen Belastungen aus diesem Projekt für die Stadt unangemessen“, betont Antenbrink.
Anschließend an den Rundgang über den Maindeich folgte die Besichtigung des unter Auflagen des Denkmalschutzes aufwendig restaurierten Faber-Anwesens, das nach langjährigem Leerstand einer neuen Nutzung zugeführt werden konnte. „Wir wollen perspektivisch die historische Silhouette der östlichen Altstadt rund um die Stadtbefestigung und den Stadtpark wiederherstellen. Daher freuen wir uns besonders, das mit dem Faber-Anwesen als ein Kernstück dieser „Schokoladenseite“ von Flörsheim ein gelungener Anfang gemacht werden konnte“, erklärt Antenbrink, „Dieses Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für das gemeinsame Wirken von Stadtentwicklung und Privatinitiative.“ Als städtisches Projekt wäre das Vorhaben nur schwer umsetzbar gewesen, zumal keine sinnvolle Nutzung ersichtlich war, mit der die Kosten für die aufwendige Restaurierung wieder hätten eingespielt werden können. Nachdem nun auf dem Areal durch den Investor Dirk Budde das Herrenhaus und Gesindegebäude umfangreich hergerichtet wurden, ist die weitere in das Ensemble eingebettete Erschließung mit altersgerechten Wohnungen geplant.

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